Dr. Claude Grethen studierte Humanmedizin an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und promovierte 1986 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Die Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie absolvierte er am Landeskrankenhaus Salzburg (Prof. Hanns Hofer, Prof. Ulrich Dorn).

Er absolvierte zahlreiche Weiter -und Fortbildungen am AKH Wien vor allem an der Universitätsklinik für Orthopädie (Univ. Prof. D.r Rainer Kotz und Univ. Prof. Dr. Reinhard Windhager) sowie an der Universitätsklinik für Infektiologie (Univ. Prof. Dr. Dr. Wolfgang Graninger und Univ. Prof. Dr. Stefan Breyer).

Im Ausland hospitierte Dr. Grethen bei Prof. Mario Campanacci in Bologna, sowie im Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York bei Prof. Dr. John Healy. Im Rahmen der American-Austrian-Foundation hatte Dr. Grethen die Ehre unter Prof. Dr. Thomas P. Sculco im Hospital of Special Surgery in New York seine chirurgischen Fertigkeiten zu verbessern.

Als Oberarzt am Landeskrankenhaus Salzburg leitete er an der Abteilung für Orthopädie die Sektion für Knochentumore und später die Sektion für Knochen- und Gelenksinfektionen. Dr. Grethen gilt als erster Anwender der CT-gesteuerten Entfernung eines Osteoidosteoms in Österreich.

Univ. Prof. Dr. Reinhard Windhager, Leiter der Universitätsklinik für Orthopädie der Medizinischen Universität Wien und Dr. Thomas Sculco, ärztlicher Leiter im Hospital of Special Surgery in New York

FACHLICHE SCHWERPUNKTE

Endoprothetik (künstlicher Gelenksersatz Hüfte, Knie, Schulter)
arthroskopische Gelenksoperationen (Knie-, Sprung-, Schulter und Ellenbogengelenk)
Knorpelzelltransplantation (ACT) (Knie und Sprunggelenk)
Hand- und Fußchirurgie.

ZERTIFIKATE

– Medizinstudiumn an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Abschluss 1986)
– Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am Landkrankenhaus Salzburg (1996)
– Oberarzt an der orthopädischen Landesklinik Salzburg (1997 bis 2003)
– Leiter des Fachbereiches Orthopädische Chirurgie an der EMCO-Privatklinik (2003 bis 2014)
– Ärztlicher Leiter des IGIA Ambulatorium Aignerstraße 29 (seit 2012 bis heute)
– Belegarzt an der PKS Privatklinik Salzburg und der Privatklinik Wehrle-Diakonissen (ab 2014)

Hospital for Special Surgery in New York

FORTBILDUNGEN UND HOSPITATIONEN
(in Auswahl)

Hospital for Special Surgery, New York
Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York
Istituti Ortopedici Rizzoli, Bologna
Deutsches Zentrum für Oberflächenersatz DRK Klinik, Berlin
Frederiksberg-Hospital Foot & Ankle Surgery, Kopenhagen
Akdademie für Medizin und Management, PMU Salzburgder Privatklinik Wehrle (ab 2014)

MITGLIEDSCHAFTEN

– Österreichische Gesellschaft für Fußchirurgie (ÖGF)
– Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOT)
– Österreichische Gesellschaft für Fußchirurgie
– International Cartilage Repair Society (ICRS)
– European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT)

Jenseits des Gründungstages der ÖGO im Jahre 1937 verfügte die Medizin nicht annähernd über dieselben therapeutischen Möglichkeiten wie heute. Teilweise verstümmelt, litten hunderttausende Menschen im Nachkriegseuropa unter den Folgen von zwei Weltkriegen. Die Orthopädie trug entscheidend dazu bei den Alltag dieser Menschen erträglicher zu gestalten und half somit sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Im Wesentlichen umfasst das Leistungsspektrum der Orthopädie die Diagnostik und Therapie von Fehlbildungen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Auf Grund seiner umfangreichen Ausbildung verfügt der Orthopäde über einen ganzheitlichen medizinischen Zugang bei der Behandlung der einzelnen Krankheitsbilder. Durch seine Menge an Tätigkeitsfelder gibt es zahlreiche Schnittstellen mit anderen medizinischen Disziplinen.
Der rasante technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hatte zur Folge dass immer neuere und raffiniertere OP-Methoden Einzug an unser Fachgebiet erhielten. Dies hat den Trend, sich von einem konservativen zu einem mehr und mehr operativen Fach zu entwickeln, enorm beschleunigt. Österreich hat diese weltweite Entwicklung entscheidend mitgeprägt. Als Beispiel hierfür sei der künstliche Ersatz von Hüft- und Kniegelenken genannt, der wesentlich von österreichischen Orthopäden mitgestaltet wurde. Innerhalb der ÖGO hat Salzburg, wo ich meine Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie absolvierte, stets eine Vorreiterrolle eingenommen. Unter meinem früheren Chef, Herrn Prof. Hanns Hofer, wurden arthroskopische Knieeingriffe sowie Hüftprothesenoperationen bereits Anfang der 1970er Jahre durchgeführt. Mit frühzeitigem Augenmerk auf die Knieendoprothetik wurde diese Vorreiterrolle unter seinem Nachfolger, Herrn Prof. Ulrich Dorn, konsequent beibehalten.
Die demographische Entwicklung und der Wunsch nach einer hohen Lebensqualität, welche Mobilität und Schmerzfreiheit in jeder Altersstufe ermöglicht, sind heute die größten Herausforderungen an unser Fachgebiet. Aufgrund der Entwicklung der Alterspyramide hat sich der Bedarf an orthopädischen Leistungen in den letzten Jahren enorm verstärkt. Das operative Aufkommen nimmt stetig zu, so wurden an der EMCO-Privatklinik wo ich bis vor Kurzem als orthopädischer Leiter tätig war, seit Etablierung des »Orthopädischen Fachbereiches« im Jahr 2003 über 8.000 orthopädische Eingriffe durchgeführt.

Seit Juni 2014 bin ich an der Privatklinik Wehrle-Diakonissen und Privat Klinik Salzburg tätig. Beide Häuser haben hochsterile OP-Räumlichkeiten und moderne Intensiv-Wachstationen (ICU-Einheiten) um ein optimales Management für Patienten nach künstlichem Gelenksersatz und großen Wirbelsäuleneingriffen zu ermöglichen. Es ist mir ein großes Anliegen darauf hinzuweisen, dass ich die Orthopädie als Akutfach verstehe. Meine wichtigste Aufgabe sehe ich in der raschest möglichen Rundumbetreuung meiner Patienten. Dies ist möglich durch die enge Vernetzung meiner Ordinationen untereinander und mit beiden Privatkliniken wo ich operativ tätig bin. In der Ordination in Aigen ist mit dem IGIA Ambulatorium ein großes Therapiezentrum angegliedert, welches mit modernsten Traininggeräten für Physiotherapie und Heilgymnastik ausgestattet ist. Herzstück bildet das kürzlich etablierte Rückentherapie Center Dr. Wolff. Nach Erstellung Ihres individuellen Therapieplanes kann dieser durch ein hochmotiviertes Team von Physiotherapeuten und Osteopathen vor Ort unmittelbar umgesetzt werden.
Beide Kliniken verfügen über ein Akut-Labor sowie eine Röntgen- und Computertomographieanlage. Auch röntgengezielte Gelenks- und Wirbelsäuleninfiltrationen sind möglich. Durch die enge Kooperation mit niedergelassenen Radiologen sind weiterführende diagnostische Möglichkeiten (Kernspintomographie, Knochenscan, Osteodensitometric) schnell verfügbar. Meine operativen Schwerpunkte sind der künstliche Gelenksersatz, arthroskopische Gelenksoperationen sowie die Hand- und Fußchirurgie. Regelmäßige Fortbildungen sowie Kontakte zu Spezialisten im In- und Ausland garantieren meinen Patienten, dass bei diesen Eingriffen stets die modernsten Operationstechniken zur Anwendung kommen.
Die wichtigste Aufgabe der Orthopädie ist der Erhalt und/oder die Wiedererlangung der Mobilität. Eine mobile ältere Generation belastet das Gesundheitssystem weit weniger als eine nicht mobile. Kofi A. Annan, der einstige Generalsekretär der UNO, hat das unermüdliche Bemühen unseres Fachgebietes für eine schmerzfreie Altersmobilität eindrucksvoll am Ende des letzten Jahrtausends gewürdigt. Er hat die Jahre 2001 bis 2010 zur „Bone and Joint Decade“ erklärt und damit die Wichtigkeit des Fachbereiches Orthopädie weltweit anerkennend hervorgehoben.